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Mein Name ist Lothar A. Baltrusch. Seit 2009 habe ich ein Patenkind in Vietnam: Thi Thao Huyen Pham. Anfang Mai 2013 bin ich durch 8 Länder gefahren über 15.000 km weit um sie zu besuchen. Hier meine Erlebnisse.

Tag 21 – 06.06.2013 – Ulan Ude (Russland) – 60 km südlich von Sükhbaatar 304 km

Der Tag fing mal wieder mit Regen an. Das bedeutet, er wird gut. Die Landschaft änderte sich von Minute zu Minute. Immer wieder kreuzte eine Wildpferdeherde die Landstraße. Sie wurde karger – die sibirischen Wälder wurden lichter und die Steppe gewann Oberhand, mehr und mehr.
Nach 200 km war die Grenze erreicht – die Mongolei. Die russische Ausreise ging sehr schnell – aber die Einreise! Nicht nur über 1 ½ Std hat sie gedauert, sie war komplett unorganisiert. Wir mussten in einem Gebäude von A nach B, dann nach C und wieder nach A, dort war dann der Beamte von B – danach wieder nach C, da war plötzlich wieder ein anderer Beamte. Und die Mongolen, die auf Heimreise waren, verhielten sich schlimmer „als wie Leute am Samstagnachmittag bei Aldi“. Sie drängelten und stießen uns einfach zur Seite. Ich stand sprachlos daneben und konnte es nicht glauben. Dann war es geschafft. 1.Gang und ab Richtung Ulan Bator. Nach 80 km gings von der Straße runter in die Steppe. Dort stehen wir jetzt – zelten !

Das Licht hier in der Steppe ist unglaublich – die Sonne geht hinter dem Berg unter und es herrscht Zwielicht … eine sehr beruhigende Atmosphäre – ich mag dieses Licht. Und – ich höre nichts. Keinen von Menschenhand geschaffenen Ton.

Wir trinken Tee und schauen auf die Berge.

Morgen mehr – gute Nacht …

Kilometerstand gesamt 8.691 km

By the way – Kallermann hat heute Geburtstag, Glückwunsch aus der Steppe in der Mongolei.


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Eine Antwort auf Tag 21 – 06.06.2013 – Ulan Ude (Russland) – 60 km südlich von Sükhbaatar 304 km

  1. Stephanie schrieb:

    Hallo,
    …2 Biker, 2 Motorräder und 2 Zelte allein in der Steppe, es ist so unfassbar und unglaublich weit weg von zu Hause, aber es muss ein Traum sein. Die Ruhe, die Weite …so etwas wird man so schnell nicht wieder erleben. (Glaube ich) Und dann noch der Gedanke sein Patenkind bald in die Arme schließen zu dürfen, ich könnte mir vorstellen, dass die Gefühlswelt etwas verrückt spielt. Aber ich gönne es Dir von Herzen.:-)))
    Genauso wie Du denke ich auch und ich hoffe es werden jeden Tag mehr, dass noch viele Menschen über den Tellerrand schauen und versuchen sich sozial einzusetzen und ein wenig vom eigenen Glück abzugeben.
    Traut Euch, es ist gar nicht so schwer und bringt ein gutes Gefühl wenn man z.B. in ein lächendes und zufriedenes Kindergesicht schaut.

    Passt auf Euch auf in der Steppe, ist ja sonst “Niemand” da…
    Beste Grüße
    Stephanie 😉

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